Tipps und Tricks

Es gibt kein Rezept oder einen Bauplan um einen Schützen zu seiner Höchstleistung zu bringen. Aber ein Grundgerüst und viele, viele Kleinigkeiten die einen nach vorne bringen.

 

Ab und zu werd ich mal ein paar Tipps hier veröffentlichen.

Die Erfolgsleiter ist keine Rolltreppe. Der sicherste Weg zur Leistungssteigerung ist Training, Training, Training !!

TIPP XVIII:

 

- Die zwei größten Schwierigkeiten beim Training mit (erfahrenen) Erwachsenen,​sehe ich darin, dass sie oft nicht die nötige Disziplin und Gedulg aufbringen um alte Muster zu ändern und Neue einzustudieren.

 

TIPP XVII:

 

- Besondere Probleme bereitet vielen Trainer die geplante und gezielte Leistungssteigerung. Dabei ist es besonders in der Theorie recht einfach. Ziele werden definirt, ein Zeitraum festgelegt und defizite analysiert. Nun werden genau diese Defizite geplant im Training behandelt. Zeitweilige Leistungskontrollen checken wie der Weg zum Ziel eingehalten wird.

Ziele können jederzeit korrigiert werden.​

TIPP XVI:

 

- Seit dem Erscheinen (2008) baue ich viele meiner Trainingseinheiten und Kurse nach dem Buch von Mario Gonsierowski auf. Ich halte es für super Gut und ein MUSS für jeden guten Trainer . Aber auch für Alle die Schützen im Gewehrbereich ausbilden ist diese Literatur zu empfehlen.

TIPP XV:

 

- Ich finde als Trainer sollte man analytisch vorgehen. Das heißt der Trainer hat einen Idealanschlag, eine Idealhandlung und eine Idealausrüstung im Kopf. Er analysiert den Ist-Zustand und bringt jetzt den Sportler mit den vorhandenen Möglichkeiten (Ausrüstung, Talent, Zeit, usw.) so nahe wie möglich an diese Ideale heran, ohne die Individualität zu vernachlässigen.

TIPP XIV:

 

Das Training ist für die meisten Schützen immer noch die Abfolge von 20 oder 40 Schüssen, deren Ergebniss hinterher ausgewertet wird.

So ein Training dient allenfals zur Erlernung einer gewissen Grundfähigkeit. Besser ist es ein Training wie eine Unterrichtseinheit zu planen. Mit Lernzielen und Vorgaben.  

TIPP XIII:

 

- Sehr viele Schützen haben Probleme mit dem Stützarm. Ein besonderes Merkmal eines guten LG Schützen ist die hohe Ruhe und Stabilität des Stützarmes. Deshalb ist es wichtig dieser Ausbildung viel Aufmerksamkeit, Zeit und Geduld zu widmen.

TIPP XII:

 

- Wenn bei einem Top austrainierten Anschlag und absolut konzentrierter innerer Balance und Entspannung der Treffer doch nicht dort landet wo man ihn sieht oder gar haben will, kann das sehr oft an der Abzugsbewegung liegen. Viele unterschätzen diesen kleinen Ruck, bzw. Krümmung des Zeigefingers. Wenn diese Bewegung nicht stimmt, sei es wegen falsch eingestellter Waffe oder wegen einer negativen Handlungsweise, werden alle vorherigen Bemühungen zu nichte gemacht. Und das schlimme daran ist: Vielen ist das nicht bewusst. 

TIPP  XI:

 

- Wenn man die Bindung des Schützen an sein Gewehr intensiv analysiert, dann erkennt man nahezu unbegrenzte Wirkungen und Wechelwirkungen. Um ruhig zu halten, bequem zu zielen und präzise auslösen zu können, sind sämtliche Proportionen an der Schaftkappe, der Schaftbacke, am Griff und am Vorderschaft relevant.

Ein Schaft der dir passt, liegt ruhig im Ziel, gestattet einen bequemen Blick ins Diopter und leitet den Zeigefinger wie von selbst an den Auslöser.

Mängel an einem oder mehreren dieser Teile verursachen Anstrengungen, die den Körper belasten und die Fehlerquote erhöhen.

Moderne Schäfte erlauben milimetergenaue Justierungen ohne Werkzeuge.

(Text nach Heinz Reinkemeier) 

TIPP X:

 

- Wer als Verein, Gau, Kreis, Bezirk oder Verband einen starken Kader (oder Schützen- bzw. Jugendgruppe) aufbauen und erhalten möchte, benötigt unter anderem nachfolgende 5 Dinge:

 

o=> ausreichende, moderne Sportstätten (Schießstände)

o=> einen Sport- und/oder Jugendleiter der die Trainingstermine in Absprache mit dem Trainer plant und koordiniert und seine wichtige Arbeit sehr ernst nimmt

o=> einen motivierten, fachlich und menschlich geeigneten Trainer der in seiner Aufgabe völlig aufgeht. (Eine der besten Motivationen ist eine angemessene Vergütung)

o=> ein reichhaltiges Lager an Zubehör- und Ausrüstungsgegenständen um die Sportler individuell auszustatten

o=> ein Verein, Verband, usw. der ganz hinter dem Kader steht und ihn so gut es geht unterstützt

 

Natürlich sind das nicht die einzigen Voraussetzungen. Aber wenn eines der oben genannten Dinge fehlt, wird alles andere schwer. 

TIPP IX:

 

- Von meinem hochgeschätzten Trainerkollegen Heinz Reinkemeier habe ich ein System vereinfacht um im Stehend Anschlag die Seitenschwankungen zu minimieren.    Ich werde hier allerdings nur die einfache Version darstellen.

Man zeichne sich am Boden eine ca. 3,5 Meter lange, gerade Linie auf. Diese endet an einer Wand. Genau senkrecht wird die Linie nun an der Wand nach oben verlängert. ca. 1,50 Meter. Besser wäre es noch, wenn an der Wand ein Spiegel vom Boden aus ca. 1,80 Meter hoch wäre. Auch dieser Spiegel wäre mit der Linie zu versehen. Diese Linie soll die Ziellinie andeuten.

 

Der Schütze stellt sich nun in 90° Position auf diese Linie. Füße genau paralell. So breit wie man das möchte und es stabil erscheint. Die Linie läuft exakt unter der Mitte der Füße durch. Abstand zur Wand min. 2,50 Meter (besser mehr).

Nun mit Gewehr in Anschlag gehen und die Linie an der Wand bzw. im Spiegel anvisieren. Dabei am vorderen Ende des Schaftes einen Faden mit einem leichten Gewicht (Pendel) anbringen. Den Faden so lange lassen, dass das Gewicht gerade so den Boden nicht berührt.

Der Anschlag wird jetzt so lange optimiert, bis das Pendel im entspannten Zustand des Anschlages genau auf die Linie zeigt. Der Schütze kann dabei im Spiegel die senkrechte Stellung seines Stützarmes kontrollieren.

Wird diese Übung mehrmals pro Woche wiederholt und optimiert, werden die Seitenschwankungen deutlich verringert oder sogar völlig verschwinden.

 

TIPP VIII:

 

- Perfekt sein ist nicht immer ein Zeichen von Stärke. Aber nach einer Niederlage oder Misserfolg wieder mit erhobenen Kopf und seinem Ziel vor Augen wieder aufstehen und weiter zu machen, das ist immer ein Zeichen von Stärke.

TIPP  VII:

 

- Das sicherste Mittel um im Wettkampf unter hohem Druck seine bestmögliche Leistung zu bringen, ist ein austrainierter Handlungsplan, der im mentalen Training automatisiert wurde.

TIPP  VI:

 

- Einmal erlernte und gefestigte Fehlstellungen im Anschlag sind nur sehr schwer und zeitaufwendig wieder zu richten. Deshalb sollte jeder Schütze schon beim ersten Mal mit der Waffe am Stand die durchgeführten Technikpunkte korrekt gezeigt bekommen und einhalten.

Auch Schüler, die noch aufgelegt schießen, können bereits ihre Fuß- und Hüftstellung wie im freien Anschlag einrichten. Darauf sollten alle Betreuer achten.

TIPP V:

 

Konzentration besteht aus zwei Fähigkeiten:

1. die Aufmerksamkeit auf einen Gedanken und die Fokusierung dieses Gedankens auf eine bestimmte Handlung 

2. die Fähigkeit, sich in dieser Aufmerksamkeit nicht stören zu lassen.  

 

Beides lässt sich mit kurzen Konzentrationsübungen trainieren.

TIPP  IV:

 

- Bei der Ernährung vor dem Wettkampf ist zu bedenken, dass direkt nach einer Mahlzeit der Blutzuckergehalt stark ansteigt und der Körper eigenes Insulin produzieren muss um diesen wieder abzubauen. Nicht selten kommt es dabei vor, das der Blutzucker kurzzeitig in ein Tief fällt und der Körper nicht mehr richtig zur Konzentration fähig ist.

TIPP  III:

 

- Im Stehendanschlag ist der Schwerpunkt und die Balance eine zentrale, entscheidende Sache. Diesen beiden Technikpunkte sind äußerst genau und fein auszutrainieren. Dabei ist unter anderem meist auch die Gewichtsverteilung der Waffe zu korrigieren. Eine Top justierte Statik bringt eine deutlich bessere Mündungsruhe.

TIPP  II:

 

- Wer als Schütze oder als Trainer keine oder zu wenig Geduld hat, wird langfristig wenig Erfolge feiern. 

TIPP  I:

 

- ein Schütze muss in der Lage sein sich und seinen Körper genauestens zu Beobachten und daraus Schlüsse zu ziehen. Bei Bedarf werden dann zusammen mit dem Trainer Lösungen erarbeitet.